Freitag, 11. Juni 2010 - 21:40 Uhr
News - Walter Röhrl kommt in die Eifel

Die Eifel Historic Rallye Party feiert im Jahr 2010 nicht nur das alljährliche Wiedersehen mit der Geschichte des Rallyesports, sondern auch die Zusammenkunft eines Weltmeisters mit seinem verlorenen Sohn. Wir erinnern uns an das Jahr 1982, genauer gesagt an den 22. Januar 1982. Nach 753 Vollgas-Kilometern hat Walter Röhrl seinen Opel Ascona 400 mit den markanten Rothmans-Streifen im Hafen von Monaco geparkt und feiert seinen zweiten Sieg bei der Mutter aller Rallyes, der Rallye Monte Carlo. Mit diesem Auto holt Röhrl in Schweden und auf Korsika weitere wichtige Punkte und wird am Ende des Jahres Weltmeister. Danach trennen sich die Wege: Während Röhrl zu Lancia geht, wird der Ascona 400 nach zwei weiteren Werkseinsätzen nach Kenia verkauft und dort von Privatfahrern jahrelang über Trampelpfade gejagt. Heute, mehr als 28 Jahre nach seinem größten Triumph, feiert eben jener Ascona 400 bei der Eifel Historic Rallye Party den Beginn seiner zweiten Karriere – und das Wiedersehen mit Doppelweltmeister Walter Röhrl auf dem Dauner Marktplatz, erneut mit der damaligen Startnummer 2.
Freitag, 11. Juni 2010 - 21:37 Uhr
Neuling – Opel Ascona 400, Walter Röhrl, Rallye Monte Carlo 1982

Ein weiterer Werkswagen, der vor einem qualvollen Tod gerettet wurde: Genau wie der Opel Ascona 400 von Andreas Hoppe wurde auch dieses Gruppe-B-Auto in Kenia aufgespürt, nach Europa gebracht, wo es in liebevoller Kleinarbeit restauriert wurde. Und auch dieses Auto ist bei der Eifel Historic Rallye Party zum ersten Mal bei „Slowly Sideways“ dabei. Das Erstaunliche an der Geschichte: Der Ascona 400 feierte seinen größten Erfolg noch vor seiner Reise nach Kenia, und zwar ist es der Original-Siegerwagen von Walter Röhrl bei der Rallye Monte Carlo 1982. Mit dem Triumph im Fürstentum legte Röhrl damals den Grundstein für seinen zweiten WM-Titel. Heute ist Nico Burkart der stolze Besitzer des geschichtsträchtigen Modells.
Freitag, 11. Juni 2010 - 21:36 Uhr
Neuling – Toyota Celica Twincam Turbo, Lars-Erik Torph, Olympus Rally 1986

Früher wurden sie verboten, heute sind sie das absolute Highlight der Eifel Historic Rallye Party: die berühmt-berüchtigten Gruppe-B-Monster. Etwa 15 dieser Boliden bringen dieses Jahr die Wälder in der Vulkaneifel zum Beben, darunter auch ein Neuzugang. Der ehemalige Toyota-Motorenchef Gerd Dicks bringt einen neu aufgebauten Toyota Celica Twincam Turbo nach Daun. Bei dem Hecktriebler handelt es sich um einen Original-Werkswagen, der bei der China Rallye 1986 ausfiel (natürlich mit Motorschaden an seinem Motor) und bei der Olympus Rallye 1986 Platz Vier belegte. In der Eifel trifft er übrigens auf ein Schwesterauto, das allerdings in kompletter Afrika-Montour daher kommt: Die Celica von Ernst Kopp gewann schließlich die Rallye Elfenbeinküste 1986 und sieht heute noch genauso aus wie damals.
Freitag, 11. Juni 2010 - 21:35 Uhr
Neuling – Wartburg 311 Rallye, Kurt Otto, Akropolis Rallye 1965

Absolutes Einzelstück aus der DDR: In den 50er- und 60er-Jahren kämpfte auch die Marke Wartburg auf internationalen Rallyes um Bestzeiten. Mit dem Wartburg 311 Rallye starteten die Automobilwerke Eisenach (AWE) unter anderem bei der Rallye Akropolis. Anschließend wurden die seriennahen Autos mit 65 PS und Dreizylinder-Zweitaktmotor zurückgerüstet und als Serienfahrzeuge verkauft. Mit Hilfe der früheren Werksfahrer gelang es Besitzer Hans Peter Lohmann, diesen Wartburg 311 Rallye vollständig zu restaurieren. Bei der Eifel Historic Rallye Party feiert das vermutlich einzige wiederhergestellte Rallyeauto dieses Typs sein Debüt im rollenden Rallye-Museum und ist damit ein weiteres Highlight im Starterfeld von „Slowly Sideways“.
Freitag, 11. Juni 2010 - 21:34 Uhr
Wiedergeburt – Toyota MR2, Klaus Fritzinger, Tour de Europe 1987

Ein echter Exot kehrt nach über zehn Jahren auf die Rallyestrecken zurück: Mit diesem Toyota MR2 nahmen Klaus Fritzinger und sein Beifahrer Henning Wünsch, heute Organisator der Rallye Deutschland, 1987 an der Tour de Europe teil. Die Deutschen führten die Rallye lange Zeit an, doch dann gab es zunächst einen Defekt am Servicewagen und später am Rallyeauto. Ohne Servicemöglichkeit mussten Fritzinger/Wünsch aufgeben. In den 90er-Jahren war Klaus Fritzinger schon regelmäßig Gast bei „Slowly Sideways“, heute befindet sich das Auto in Besitz des Belgiers Geert Verhelst. Bei der Eifel-Rallye beginnt die nunmehr dritte Karriere des einzigartigen MR2-Prototypen.
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