Alpine A 110 1800 - Gruppe: 4

Schon im Jahre 1971 vergrößerte Alpine erneut den Hubraum der A110 diesmal auf 1800ccm und 175 PS. Anfangs aber nur mit mäßigem Erfolg, denn die gesamte Saison 1972 wurde damit vertan, das Auto für den harten Rallyeeinsatz haltbar zu machen. Zu viele Teile der 110 basierten noch auf dem R8 und waren hoffnungslos unterdimensioniert. Aber 1973 was es dann so weit und die 1800er Alpine gewann mit sechs Gesamtsiegen die erstmals ausgeschriebene Rallyeweltmeisterschaft. Allerdings war die Firma Alpine mit dem Engagement im Rallyesport finanziell überlasted und Renault übernahm die Firma. Die Marketing-Pläne von Renault verfolgten jedoch andere Ziele und wollten lieber mit eigenen Autos siegen. Deswegen wurden die Alpine ab 1974 nur noch sporadisch eingesetzt .

Technische Daten
4 Zylinder Reihenmotor, 1860ccm,
2 Ventile pro Zylinder mit Stößelstangen betätigt und 175 PS,
Heckmotor mit Heckantrieb,
Zentralrohrrahmen und Ganzkunststoffkarosse,
750 kg Gewicht
Heute

Werner Fahnert, Deutschland

Gestern

1974 Tour de Corse
Die Alpine in ihrer extremsten Form.Gruppe 5: Um noch breitere Reifen fahren zu können, setzte Alpine bei der Gruppe 5- A 110 auf Kotflügelverbreiterungen. Ein 1860ccm Motor war das Meiste, was aus dem R-16-Motorblock herauszuholen war. Jean Pierre Nicolas fuhr mit solch einer Alpine bei der Tour de Corse 1974 auf den zweiten Platz. Nur Andruets Lancia Stratos war es möglich, die Alpine zu schlagen. Werner Fahnert kämpft heute noch einen endlosen Kampf mit der Kühlung des Heckmotors und dem Antriebs- strang, der nie für soviel Leistung ausgelegt wurde.